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Dies ist eine Prototyp Website für die Bonner Wandel Plattform 2.0. Unter Landwirtschaft zum Mitmachen findet ihr Ergebnisse aus dem Stadtfarm NRW Projekt. Aktuelle Infos zum Themenbereich Essbare Stadt findet ihr bis auf weiteres unter bonnimwandel.de. Mehr über die Pläne für die Wandel Plattform 2.0 findet ihr unter Über uns.

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Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi)

Sie legen Wert auf ökologisch erzeugte Lebensmittel, zu Hause kochen Sie gerne mit frischen Produkten, für einen eigenen Garten fehlt die Zeit, aber ab und an möchten Sie in der Gruppe mit anpacken? In der Solidarischen Landwirtschaft wären Sie wahrscheinlich gut aufgehoben!

Bei einer Solidarischen Landwirtschaft handelt sich um eine Gemeinschaft, bei der eine Gruppe von Menschen eine verbindliche Abmachung für ein Jahr mit einem Hof eingeht und dabei dessen landwirtschaftliche Tätigkeiten finanziert, sich die Erträge teilt und Risiken wie mögliche Ernteausfälle gemeinsam trägt. Die Grundidee besteht darin, dass sich die Mitglieder langfristig an den Hof binden und die Kosten des landwirtschaftlichen Betriebs gemeinsam und in Vorfinanzierung tragen und im Gegenzug einen entsprechenden Teil der Ernte erhalten.

Der Hof wird damit unabhängiger von Absatz- und Finanzmärkten und kann sich auf die eigentliche Arbeit, nämlich die Erzeugung von guten Lebensmitteln konzentrieren. Meist stehen ökologische Aspekte der Produktion im Vordergrund, die auf diese Weise von den Mitgliedern finanziell unterstützt werden. Damit das auch tatsächlich klappt gibt es eine jährliche Bieterrunde. Dazu berechnet der Landwirt oder die Landwirtin die Kosten für das kommende Betriebsjahr und rechnet auch Dinge mit ein, die sonst im Produktpreis nicht eingepreist werden können. Dazu gehören unter anderem Naturschutzmaßnahmen, eine schonende Art der Bodenbewirtschaftung oder artgerechte Tierhaltung. Auch die Arbeitszeit und damit der Stundenlohn des Landwirts und seiner Familie wird mit eingerechnet. So setzt sich der errechnete Mindestbeitrag für die Mitmachenden aus ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten zusammen und deckt damit alle drei Aspekte der Nachhaltigkeit ab.Insbesondere in den letzten Jahren hat diese Idee einen regelrechten Gründungsboom erfahren. Zurzeit wirtschaften laut des Netzwerks Solidarische Landwirtschaft deutschlandweit ca. 250 Betriebe nach den SoLaWi-Prinzipien. Die Höfe versorgen dabei im ihre Mitglieder mit Obst und Gemüse sowie in Einzelfällen auch mit Milch- und Fleischprodukten. Es handelt es sich also vor allem um kleinere stadtnahe Betriebe, die teilweise noch andere Vermarktungsstrukturen neben der SoLaWi nutzen.

Betriebe

Eine Liste und Karte aller aktiven und in Gründung befindlichen SoLaWis finden Sie hier: